Wir starten eine Schweizer Customer-Support-Community

Seit unserer Gründung legen wir bei cyon grossen Wert auf die beste Betreuung unserer Kundinnen und Kunden. Kunden-Support ist für uns nicht nur notwendig, sondern einer der wichtigsten Teile unserer Dienstleistung. Nicht verwunderlich also, dass unser Customer-Support das grösste Team innerhalb der Organisation stellt. Was uns noch fehlt: Eine passende Community in der Schweiz. Das ändern wir mit der Meetup-Reihe «Customer Support Schweiz».

Neue Community: Customer Support Schweiz

Für uns bedeutet guter Kunden-Support, dass wir uns konstant den Anforderungen unserer Kundinnen und Kunden anpassen und dabei die Weiterentwicklung unserer Mitarbeitenden nicht zu kurz kommen lassen. Denn nur wer Freude an seiner Arbeit hat, kann mit Freude Kundinnen und Kunden betreuen. Wir beobachten aktuelle Trends in der internationalen Customer-Service-Community, testen verheissungsvolle Modelle direkt im eigenen Team und entwickeln diese weiter. Nun gehen wir noch einen Schritt weiter und bauen in der Schweiz eine Community für Gleichgesinnte auf.

Wir stellen vor: Customer Support Schweiz

Wir haben kürzlich an einem Event der englischsprachigen Support-Driven-Community teilgenommen und festgestellt: Zum Thema «Customer Support» existiert in der Schweiz noch keine Community. Wir freuen uns darum ganz besonders, nach Berliner Vorbild das Meetup «Customer Support Schweiz» ins Leben zu rufen. Am Dienstag, 25. Juni 2019 geht es los und wir treffen uns zum ersten Mal. Alle Informationen sowie das Anmeldeformular für die Meetup-Gruppe findest Du auf meetup.com.

Wir werden beim ersten Treffen in den cyon-Büros kurz vorstellen, wie wir uns im Customer-Support-Team von cyon organisieren. Ein wichtiger Punkt des Abends bildet auch das gegenseitige Kennenlernen. Nach der kurzen Präsentation werden wir uns deshalb bei gutem Wetter auf der Panorama-Dachterrasse über unsere Erfahrungen austauschen. Bei schlechtem Wetter bietet unsere Cafeteria eine regengeschützte Alternative. Nicht zuletzt ist das Meetup auch eine gute Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen, in unsere Büroräumlichkeiten und auf die Arbeitsplätze unseres Customer-Support-Teams zu werfen.

Du bist im Support oder Kundendienst tätig? Interessiert Dich der Umgang mit Menschen und das Lösen von Problemen? Oder möchtest Du auch einfach nur erfahren, wie andere Firmen diese Herausforderung angehen und was sie dabei gelernt haben? Dann freuen wir uns sehr darauf, Dich in Kürze am Meetup bei uns im Büro willkommen zu heissen.

Übrigens: Wir suchen zurzeit Verstärkung für unser Customer-Support-Team. Alle Infos zu unseren offenen Stellen findest Du auf unserer Jobs-Seite.

WordPress.com vs WordPress.org: Was ist der Unterschied?

WordPress ist gleich WordPress, oder? Mitnichten. Dass mit dem Begriff WordPress unterschiedliche Dinge gemeint sein können, mag gerade für Neulinge auf dem Gebiet seltsam wirken. Wir zeigen, was die Unterschiede zwischen WordPress.com und WordPress.org sind.

WordPress.com vs WordPress.org: Was ist der Unterschied?

WordPress.com vs WordPress.org: Kurz erklärt

Bevor wir genauer darauf eingehen, warum es zwei verschiedene Varianten von WordPress gibt und in welchen Details sich WordPress.com und WordPress.org unterscheiden, eine grobe Erklärung:

  • WordPress.org bezeichnet die Open-Source-Software WordPress, die man auf einem eigenen Webhosting installiert und mit der man seine Website gestalten und betreiben kann. Über den Inhalt, das Aussehen und die Funktionen der eigenen Website hat man mit dieser selbstgehosteten WordPress-Variante die volle Kontrolle.
  • WordPress.com bezeichnet den Website-Baukasten der Firma Automattic, der auf der Open-Source-Software WordPress basiert.

Vorgeschichte: Zurück an den Anfang

2003 war ein prägendes Jahr für das Web: Unser David gründete cyon während Matt Mullenweg und Mike Little WordPress schufen. WordPress wurde als Abspaltung des damals beliebten Blogsystems b2/cafelog ins Leben gerufen. WordPress sollte ein elegantes, einfach zu bedienendes Content-Management-System (CMS) bzw. typisches Blog-System werden. Dass heute über 33% aller Websites dieser Welt mit WordPress betrieben werden, konnte damals aber noch keiner der Beteiligten ahnen.

2005 gründete Matt Mullenweg dann das Unternehmen Automattic, das im gleichen Jahr den Hosting-Dienst für Blogs mit dem Namen WordPress.com startete. Um das Open-Source-Projekt WordPress und den kommerziellen Dienst WordPress.com unterscheiden zu können, hat sich eingebürgert, für das Projekt die Bezeichnung WordPress.org zu verwenden. Naturgemäss ist diese Unterscheidung aber eher ungewohnt und die meisten Menschen sprechen einfach von WordPress, wenn sie vom selbstinstallierten Content-Management-System basierend auf dem quelloffenen Code sprechen.

WordPress.com und WordPress.org: Der Direktvergleich

WordPress.com ist grundsätzlich nichts anderes als eine sogenannter Managed-WordPress-Anbieter, wie es zahlreiche Anbieter auch sind. Das heisst, als Kundin oder Kunde eines solchen Anbieters löst man eine fixfertige WordPress-Instanz und muss sich nicht um die Installation von WordPress kümmern. Das ist für den Start in die WordPress-Welt ein einfacher Weg und dank dem kostenlosen Einstiegsangebot gratis. Wer seine WordPress-Website aber individualisieren oder mit zusätzlichen Funktionen ausstatten will, stösst bei der Nutzung von WordPress.com schnell an die Grenzen des Angebots. Um den Betrieb und den Unterhalt von WordPress muss man sich bei WordPress.com allerdings nicht kümmern, das übernehmen die Kollegen von Automattic.

Im Gegenzug installiert man die Open-Source-Software WordPress (oder eben WordPress.org) bei einem Webhosting-Anbieter wie cyon auf dem eigenen Webhosting-Account. In der Regel klappt das dank 1-Klick-Installationen oder App-Centern mit wenigen Klicks. Dann liegt einem auch schon die grosse weite Welt von WordPress zu Füssen, mit den nahezu unbegrenzten Möglichkeiten, die einem ein selbstgehostetes Open-Source-CMS bietet. Um den Betrieb und Unterhalt der eigenen WordPress-Instanz muss man sich in diesen Fall selbst kümmern. Dank der in WordPress eingebauten automatischen Update-Funktion und dem wie bei cyon verfügbaren Schutz gegen Sicherheitslücken, ist der Unterhalt einer WordPress-Website deutlich einfacher als es noch vor ein paar Jahren der Fall war.

WordPress.com und WordPress.org unterscheiden sich in einigen Punkten. Wir vergleichen die Unterschiede zwischen WordPress.com und einer WordPress-Website, die Sie auf einem cyon-Webhosting betreiben:

WordPress.com WordPress.org bei cyon
Monatliche Kosten
  • Mit Werbeinblendungen CHF 0.- pro Monat
  • Ohne Werbeinblendungen ab €3 pro Monat
  • Monatliche Gebühr fürs Webhosting inkl. E-Mails, ab CHF 9.90/Monat
E-Mail Kein E-Mail-Hosting inbegriffen, über Drittanbieter möglich Unlimitierte Anzahl E-Mail-Konten inbegriffen
Eigene Domain Ab kostenpflichtigem Angebot nutzbar, Domain wird separat verrechnet In allen Angeboten nutzbar, Domain wird separat verrechnet
Themes Vom Anbieter freigegebene Themes Alle verfügbaren WordPress-Themes, egal ob kostenpflichtig oder kostenlos
Plugins
Datenstandort USA Schweiz
Kontrolle über Daten Inhalte können exportiert werden, auf die Datenbank kann nicht direkt zugegriffen werden Quelldateien und Datenbankinhalte sind einsehbar und können verändert werden
WordPress-Updates System wird durch WordPress.com unterhalten und aktualisiert Selbst konfigurierbar, standardmässig aktualisiert sich WordPress automatisch
Support Per E-Mail & Live-Chat Per E-Mail und Telefon

WordPress.com oder WordPress.org: Was passt zu meinen Anforderungen?

Wer auf der Suche nach einem kostenlosen Blogsystem ist, gegen Werbung auf seiner Website nichts einzuwenden hat und auch dem Datenstandort USA nicht abgeneigt ist, findet mit WordPress.com einen guten Einstieg in die WordPress-Welt. Einige praktische Funktionen sind erst ab kostenpflichtigen Tarifen erhältlich. Wer Grösseres mit seiner WordPress-Website vor hat, dürfte schnell an die Grenzen der WordPress.com-Angebote stossen. Hier lohnt es sich also, bereits im Voraus zu klären, welche Bedürfnisse in der Zukunft wichtig werden können.

Mit einer eigenen Installation von WordPress.org holt man sich die ultimative Freiheit ins Haus. Trotzdem benötigt die Bedienung von WordPress nur wenig Einarbeitungszeit und ist sehr intuitiv. Hat man den Dreh erst mal raus, macht ein CMS auf dem eigenen Webhosting dank den fast unendlichen Erweiterungsmöglichkeiten viel Freude. Durch automatische Updates und der Vielzahl an praktischen Plugins ist der Betrieb einer WordPress-Website keine Hexerei mehr. Und mit automatischen Patches bei Sicherheitslücken, superschnellen SSD-Servern und dem Performance-Plugin LiteSpeed Cache, macht WordPress auf einem cyon-Webhosting gleich noch mehr Spass.

Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, seine WordPress-Installation aber noch nicht bei cyon betreibt: Wir ziehen Ihre selbstgehostete WordPress-Website kostenlos für Sie um. Und die verbleibende Laufzeit beim alten Anbieter rechnen wir Ihnen gleich auch noch an.

ZombieLoad und Co. – Die cyon-Infrastruktur ist bereits abgesichert

Am 14. Mai 2019 sind Sicherheitslücken in Intel-Prozessoren bekannt geworden, die es Angreifern ermöglichen, Daten anderer Benutzer auszulesen. Die neuen Sicherheitslücken ähneln den Spectre und Meltdown getauften Lücken, die im Januar 2018 für Aufregung gesorgt hatten.

ZombieLoad und Co. – Die cyon-Infrastruktur ist bereits abgesichert

Wir setzen in unserer Infrastruktur Server mit Intel-Prozessoren ein und sind deshalb von den unter dem Sammelbegriff cpu.fail bekannten Lücken betroffen. Aufgrund der Schwere der Lücken haben wir vergangenes Wochenende sämtliche Webhosting-, Agency- und Speedserver sowie die darunterliegende Hardware mit Patches versorgt.

Hardware-Bugs: Komplexer als Fehler in der Software

Über Sicherheitslücken in Software wird fast täglich berichtet. Meistens lassen sich solche Lücken in Software genauso einfach wieder beheben, wie sie den Weg in ein Computerprogramm gefunden haben. Anders sieht das bei hardwareseitigen Sicherheitslücken aus, wie ZombieLoad eine ist. Fehler in physischen Geräten lassen sich nur mit einem Austausch der Hardware endgültig und ohne Einschränkungen beheben.

Muss ich etwas unternehmen?

Wie erwähnt, haben wir die ersten Gegenmassnahmen der Hersteller bereits umgesetzt, um Ihr Webhosting, Agencyserver oder Speedserver vor möglichen Angriffen zu schützen. Für Sie sind damit keine Änderungen an Ihrer Website oder den E-Mail-Konten nötig.

Auch Laptops und Desktop-Computer mit Intel-Prozessoren sind von den Sicherheitslücken betroffen. Die Hersteller der Betriebssysteme haben reagiert und aktualisierte Versionen veröffentlicht. Wir empfehlen deshalb, Ihre Geräte sobald wie möglich zu aktualisieren um auch mit dem eigenen Computer gegen ZombieLoad und Co. gewappnet zu sein.

Abgesichert und weiterhin im Blick

Wir beobachten die Situation sehr genau, um bei allfälligen weiteren Sicherheitslücken oder angepassten Patches möglichst schnell reagieren zu können. Bei Fragen zum Thema stehen wir Ihnen hier in den Kommentaren sowie auf allen anderen Kanälen sehr gerne zur Verfügung.

Vorsicht, Urheberrecht: Bilder im Internet rechtssicher verwenden

Ein Gastbeitrag von Rechtsanwalt Martin Steiger, Steiger Legal AG

Wer Inhalte im Internet veröffentlicht, benötigt passende Bilder. Beiträge in Blogs und auf Social Media oder Präsentationen sind ohne Bilder kaum denkbar. Ein Bild zumindest für die Verlinkung und als Vorschau wird fast immer benötigt, beispielsweise auch bei der Veröffentlichung von YouTube-Videos.

Vorsicht, Urheberrecht: Bilder im Internet rechtssicher verwenden

Passende Bilder sind schnell gefunden: Die Google-Bildersuche und andere Suchmaschinen führen zu vielen Quellen von Bildern, die kostenlos und mit einem Mausklick kopiert werden können. Genauso schnell droht jedoch eine kostenpflichtige Abmahnung von einem Rechtsanwalt aus Deutschland oder auch aus der Schweiz.

Vorsicht, Urheberrecht: So dürfen Bilder im Internet verwendet werden

Fotografien und andere Bilder sind in der Schweiz urheberrechtlich geschützt, sofern sie «geistige Schöpfungen» mit «individuellem Charakter» sind. In Deutschland sind mit dem sogenannten Lichtbildschutz sogar alle Fotografien geschützt und in der Schweiz soll ein solcher Lichtbildschutz in Kürze eingeführt werden. Ob eine Fotografie in der Schweiz heute geschützt ist oder nicht, kann ein Laie nicht zuverlässig beurteilen.

Der wichtigste Grund, wieso man urheberrechtlich geschützte Bilder verwenden darf, ist die Einwilligung der Urheber oder sonstigen Rechteinhaber. Die Einwilligung erfolgt häufig in Form von Lizenzen:

Bilder werden durch Bildagenturen und in Bilddatenbanken veröffentlicht sowie mit Bedingungen versehen, unter denen sie verwendet werden dürfen. Die Bedingungen können Einschränkungen beinhalten oder eine freie Verwendung erlauben. Die Verwendung kann kostenlos erfolgen oder mit Kosten – mit Lizenzgebühren – verbunden sein. Es gibt zahlreiche Stockfoto-Websites, die Bilder zur kostenlosen oder preiswerten Verwendung anbieten. Die jeweiligen Bedingungen müssen genau studiert werden, denn ansonsten drohen beispielsweise kostenpflichtige Pixelio-Abmahnungen. Riskant sind Lizenzen, die keine Social Media-Verwendung erlauben oder zeitlich beschränkt sind.

Keine Einwilligung braucht es nur in wenigen Ausnahmefällen. Die wichtigste Ausnahme sind Bildzitate. Bilder dürfen ohne Einwilligung in einem beschränkten Umfang zitiert werden, sofern sie «zur Erläuterung, als Hinweis oder zur Veranschaulichung» dienen.

Nicht vergessen: Bilder im Internet benötigen eine Quellenangabe

Grundsätzlich immer erforderlich bei urheberrechtlich geschützten Bildern ist eine Quellenangabe:

Man muss den Urheber und teilweise die Lizenz ausdrücklich nennen sowie häufig auch verlinken. Bei Bildern, die beispielsweise bei Flickr und Wikimedia Commons unter einer Creative Commons-Lizenz veröffentlicht wurden, sind die Nennung und die Verlinkung vorgeschrieben, teilweise müssen die Bildbeschreibung und weitere Angaben ergänzt werden. Wer keine oder eine unvollständige Quellenangabe veröffentlicht, riskiert eine kostenpflichtige Creative Commons-Abmahnung.

Immer verwenden darf man Bilder, die nicht mehr urheberrechtlich geschützt sind. Das ist in der Schweiz der Fall, wenn der Urheber seit mehr als 70 Jahren tot ist. (Wer mit 71 Jahren rechnet, ist auf der sicheren Seite.) Solche Bilder sind sogenannt gemeinfrei und zählen zur Public Domain. Das gilt auch für Bilder, deren Urheber freiwillig auf den Urheberrechtschutz verzichten, zum Beispiel mit der Creative Commons Zero (CC0)-Lizenz. Da solche Bilder nicht geschützt sind, kann man auf Quellenangaben verzichten.

Vorsicht, die beliebte Bilddatenbank Pixabay verzichtet seit Anfang 2019 auf die CC0-Lizenz!

«Recht am eigenen Bild»: Personen dürfen nur mit Einwilligung fotografiert werden

Immer verwenden darf man auch Bilder, die man selbst fotografiert oder anderweitig erstellt hat. Man ist dadurch selbst Urheber und kann bestimmen, ob, wann und wie solche Bilder verwendet werden.

Beim Fotografieren von Personen ist eine gewisse Zurückhaltung erforderlich, denn es gilt das «Recht am eigenen Bild»: Jede Person darf grundsätzlich bestimmen, ob sie fotografiert werden möchte und, falls ja, wofür solche Fotografien verwendet werden dürfen.

Abmahnungen: Don’t panic!

Die erwähnten Abmahnungen sind inzwischen alltäglich. Eine Abmahnung ist ein Angebot, eine behauptete Urheberrechtsverletzung aussergerichtlich und einvernehmlich zu klären, normalerweise gegen die Zahlung von Schadenersatz.

Legal Tech-Unternehmen durchsuchen das Internet rund um die Uhr nach geschützten Bildern und versenden Massenabmahnungen. Bilder werden auch in Präsentationen, die als PDF-Dateien veröffentlicht wurden, gefunden. Wenn die Abgemahnten nicht bezahlen, werden häufig Abmahnanwälte eingeschaltet und es kommt teilweise zu Klagen vor Gericht. Solche Abmahnungen sind lukrativ, denn aufgrund der sogenannten Lizenzanalogie – besser Lizenzfiktion – können hohe Geldbeiträge gefordert werden, wie sie bei einer ordentlichen Lizenzierung nicht möglich wären – gerade auch durch Möchtegern-Fotografen, die Bilddatenbanken wie Wikimedia Commons als Abmahnfallen missbrauchen.

Die Verletzung der Lizenzbedingungen bei Bildern, die kostenlos angeboten werden, ist die häufigste Abmahnfalle. Betroffen sind insbesondere Flickr und Wikimedia Commons beziehungsweise Wikipedia, aber auch Fotolia und Shutterstock. Bei kostenpflichtigen Bildern sind Agence France-Presse (AFP), Getty Images, Keystone und StockFood häufige Abmahner. Bei der Google-Bildersuche ist zu beachten, dass man sich nicht auf die angezeigten Lizenzbedingungen verlassen kann.

Bei Abmahnungen ist es wichtig, dass sich Abgemahnte nicht unter Druck setzen lassen und die Ruhe bewahren anstatt ohne weiteres eine Unterlassungserklärung zu unterschreiben sowie eine Zahlung zu leisten. Es hilft auch nicht, den Abmahnanwalt per E-Mail oder am Telefon zu beschimpfen … Hingegen lohnt es sich, die Rechtslage sowie das mögliche weitere Vorgehen im Einzelfall zu überprüfen. Häufig kann der vollständige Verzicht auf die weitere Bildverwendung bei gleichzeitiger Abgabe einer passenden Unterlassungserklärung – ohne Zahlungsverpflichtung! – ein gangbarer Weg sein. Wer als Laie keinen teuren Fehler riskieren möchte, lässt sich von einer Fachperson beraten oder vertreten.

Häufige Irrtümer rund um das Urheberrecht

In der Schweiz unterliegen viele Abgemahnte dem Irrtum, ausländisches Recht sei nicht anwendbar oder Urteile aus dem Ausland seien nicht vollstreckbar. Dabei genügt allein die Abrufbarkeit einer schweizerischen Website in Deutschland, dass vor deutschen Gerichten geklagt werden kann. Urteile von ausländischen Gerichten werden auf dem Weg der Rechtshilfe in die Schweiz übermittelt und können vollstreckt werden. Bei Geldforderungen ist normalerweise eine Betreibung beziehungsweise ein Zahlungsbefehl der erste Schritt.

Überhaupt gibt es viele Irrtümer, die zu Urheberrechtsverletzungen durch Privatpersonen sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) führen, zum Beispiel:

  • Die Bildverwendung sei zulässig, weil ein ©-Zeichen oder ein sonstiger Hinweis auf den urheberrechtlichen Schutz fehle. Falsch, ein solcher Hinweis spielt für den Urheberrechtsschutz keine Rolle.

  • Die Veröffentlichung von Bildern im Internet sei eine Einwilligung zur Verwendung durch Dritte. Falsch, die Veröffentlichung allein ist keine Einwilligung.

  • Die Verwendung sei Werbung für den Urheber. Falsch, wer für einen Urheber mit dessen geschützten Bildern werben möchte, muss vorher fragen, selbst wenn man die Bildverwendung für beste Werbung hält.

  • Wenn man kein Geld mit seiner Website verdiene, zum Beispiel als «privater Blogger», könne kein Urheberrecht verletzt werden. Falsch, wer kein Geld verdient, kann Bilder dennoch rechtsverletzend verwenden.

  • Screenshots von Bildern seien keine Urheberrechtsverletzung. Falsch, ein Screenshot ist auch nur eine Kopie.

  • Mit einem Disclaimer auf der Website könne man Abmahnungen verhindern oder müsse nicht für Urheberrechtsverletzungen haften. Falsch, ein Disclaimer ist für Dritte nicht verbindlich.

  • Bilder, die man selbst bearbeitet hat, dürften frei verwendet werden: Falsch, jedenfalls solange das Originalbild noch erkennbar ist.

Möglichkeiten für die rechtssichere Verwendung von Bildern im Internet

Bilder im Internet können trotz Abmahnungen und einem restriktiven Urheberrecht mit hoher Rechtssicherheit verwendet werden, insbesondere durch Beachtung der oben erwähnten vier Faustregeln.

In jedem Fall rechtssicher sind die folgenden Möglichkeiten:

  1. Selbst erstellte Bilder verwenden, zum Beispiel selbst fotografierte Food-Bilder oder Produktfotos

  2. Bilder verwenden, die nicht (mehr) urheberrechtlich geschützt sind, entweder, weil der Urheber seit 71 oder mehr Jahren tot ist oder weil der Urheber freiwillig auf den Urheberrechtsschutz verzichtet hat (Public Domain)

  3. Bilder von Bildagenturen und aus Bilderdatenbanken, egal ob kostenlos oder kostenpflichtig, in Kenntnis der genauen Lizenzbedingungen verwenden, wobei auf zeitlich beschränkte Lizenzen verzichtet werden sollte

Lesetipp: Whitepaper «Bilder und Fotos im Web finden und rechtskonform nutzen» (Tinkla).

Hinweis: Für Abklärungen im Einzelfall, bei Unklarheiten und im Zweifelsfall empfiehlt sich die Beratung durch eine erfahrene und qualifizierte Fachperson wie beispielsweise einen Rechtsanwalt.

Die beliebtesten WordPress-Plugins der cyon-Kunden

Dass WordPress seit Jahren das beliebteste CMS ist, ist nun wahrlich kein Geheimnis mehr. Für einmal haben wir unser Augenmerk deshalb darauf gelegt, mit welchen Plugins unsere Kundinnen und Kunden ihre WordPress-Installationen ergänzen und die zehn meistinstallierten Plugins herausgesucht. Darunter sind zumindest einige Überraschungen, mit denen wir auf den ersten Blick nicht gerechnet hätten.

Die beliebtesten WordPress-Plugins

Platz 10: Jetpack

Jetpack ist so etwas wie die «eierlegende Wollmilchsau» unter den WordPress-Plugins. Das Plugin, das von Automattic, dem Team hinter WordPress.com, stammt, vereint nämlich eine Vielzahl von mehr oder wenigen nützlichen Funktionen in sich. Mit «Jetpack» lassen sich beispielsweise Website-Statistiken erstellen, Teilen-Buttons einbinden, «Ähnliche Artikel» anzeigen oder Leserinnen und Lesern E-Mail-Abos anbieten. Aber auch wer Sitemaps für Suchmaschinen erstellen will, Widget-Darstellungen individualisieren oder eine Rechtschreibeprüfung haben will, kommt bei Jetpack auf seine Kosten.

Platz 9: WordPress Importer

Mit dem «Wordpress Importer» können Inhalte wie Beiträge, Seiten und Kommentare, aber auch Kategorien, Tags, Autoren und benutzerdefinierte Felder, bequem in eine WordPress-Installation importiert werden. Das Plugin eignet sich damit bestens, um etwa beim Wechsel des Webhosting-Providers rasch eine saubere, neue Installation der Website zu generieren.

Platz 8: Classic Editor

Nicht alle haben sich bereits mit dem seit Version 5 in WordPress enthaltenen Gutenberg-Editor anfreunden können oder müssen aufgrund von Theme-Inkompatibilitäten vorerst noch darauf verzichten. Das durch das WordPress-Entwicklungsteam gepflegte Plugin «Classic Editor» stellt den bisherigen, klassischen WordPress-Editor sowie die «Beitrag/Seite bearbeiten»-Ansicht wieder her.

Platz 7: LiteSpeed Cache

Ein Plugin, das eigentlich in keiner WordPress-Installation bei cyon fehlen darf. Websites von cyon-Kundinnen und -Kunden werden mit «LiteSpeed Cache» nämlich bis zu 3x schneller als ohne Cache-Plugin. Doch das Plugin kann inzwischen weit mehr als nur die Geschwindigkeit zu optimieren, wie wir vor einiger Zeit aufgezeigt haben.

Platz 6: Duplicate Post

Dass «Duplicate Post» auf dem sechsten Platz der meistinstallierten WordPress-Plugins gelandet ist, ist verwunderlich, zielt es doch auf einen etwas spezielleren Verwendungszweck ab. Es erlaubt nämlich das simple Kopieren von Beiträgen oder Drafts für die weitere Bearbeitung.

Platz 5: WooCommerce

Wer mit WordPress E-Commerce betreiben will, kommt an «WooCommerce» (fast) nicht vorbei. WooCommerce erlaubt den Verkauf von physischen und digitalen Gütern und hat sich in den letzten Jahren zu einer der beliebtesten E-Commerce-Lösungen gemausert.

Platz 4: Slider Revolution

Die Beliebtheit hat das kommerzielle «Slider Revolution»-Plugin nicht nur dem Umstand zu verdanken, dass Sliders derzeit ziemlich «in» sind und das Plugin viele Integrationsmöglichkeiten bietet, sondern vor allem der Tatsache, dass viele (kommerzielle) WordPress-Theme-Autoren das Plugin in ihren Designs integrieren.

Platz 3: Limit Login Attempts

Das auf Platz 3 liegende Plugin «Limit Login Attempts» ist ein Oldie der WordPress-Plugins. Ursprünglich 2009 vom Schweden Johan Eenfeldt initiiert, haben einige WordPress-Entwickler das Plugin unter dem Namen «Limit Login Attempts Reloaded» unter ihre Fittiche genommen und weiter verfeinert. Mit dem Plugin lassen sich unter anderem die Anzahl Logins limitieren, IPs oder Benutzernamen white- bzw. blacklisten und vieles mehr.

Platz 2: Yoast SEO

Suchmaschinenoptimierung macht jeder – naja, zumindest fast jede/r. Ansonsten hätte sich «Yoast SEO» noch ein bisschen weiter oben positionieren können. Wir hätten Yoast auf Platz 1 erwartet, doch ein Plugin ist auf den cyon-Servern noch häufiger installiert.

Platz 1: Contact Form 7

Der Klassiker für Alle, die mit Formularen auf ihren Websites hantieren. «Contact Form 7» vereinfacht das Erstellen und Verwalten von Formularen, unterstützt CAPTCHAS, ajax-unterstütztes Absenden und vieles mehr.

Zwei Plugins haben wir übrigens aus der obigen Rangliste entfernt. Das Anti-Spam-Plugin «Akismet» wird standardmässig mit WordPress installiert und hätte die Rangliste damit unangefochten angeführt. Und auch das «WPBakery Page Builder Plugin» musste weichen, da es normalerweise nicht als Standalone-Plugin installiert wird, sondern ist in den allermeisten Fällen als Teil eines (kommerziellen) Themes vorhanden ist.

Bleibt die Frage: Wie sieht Ihr Plugin-Verzeichnis aus, welche WordPress-Plugins sind für Sie unverzichtbar? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare.