Domainendung .web lässt weiter auf sich warten

Wer gehofft hatte, bald seine Wunschdomain mit der einprägsamen Endung .web registrieren zu können, wird sich weiter gedulden müssen. Um die Einführung der Top-Level-Domain ist eine regelrechte Schlammschlacht entbrannt. Kein Wunder, es geht viel um Geld. Aber der Reihe nach.

Die Domainendung .web lässt weiter auf sich warten.

Teuerste Top-Level-Domain aller Zeiten

Bereits 2016 sorgte die Vergabe der neuen Domainendung für Furore. Mit dem Gebot von 135 Millionen US-Dollar sicherte sich das bisher nur wenig bekannte amerikanische Unternehmen Nu Dot Co LLC die Rechte an der aussichtsreichen Top-Level-Domain .web. Schon im Vorfeld der Auktion wurden unter den sechs anderen mitbietenden Unternehmen Stimmen laut, Nu Dot Co habe einen anonymen Geldgeber im Hintergrund. Nu Dot Co hatte sich als einzige mitbietende Partei gegen eine private Auktion ausgesprochen, bei welcher der Erlös aus der Auktion unter den unterlegenen Parteien aufgeteilt worden wäre. Stattdessen fand eine «Auction of last resort» statt, bei der Nu Dot Co den Betrag für das zweithöchste Gebot an die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) überweisen durfte. Für welche Zwecke die ICANN den Betrag einsetzen wird, ist noch unbestimmt.

Domain-Riese im Hintergrund

Nach Abschluss der Auktion wurde dann bekannt, dass es tatsächlich einen anonymen Geldgeber gegeben hatte: Verisign. Das Unternehmen betreibt bereits die Registrierungsstelle (Registry) für die mit Abstand beliebteste Top-Level-Domain der Welt, .com. Mit .net weiss Verisign ausserdem auch die viertbeliebteste Domainendung in seinen Reihen. Im Rennen um die weiteren neuen, generischen Top-Level-Domains (ngTLD) war der Domain-Riese bislang nicht grösser in Erscheinung getreten. Mittlerweile wissen wir: Verisign hatte mit Nu Dot Co vereinbart, nach der Zuteilung die Rolle als Registrierstelle für .web zu übernehmen.

Hick-Hack kostet Zeit

Nachdem eine der Verliererparteien, Ruby Glen LLC, bereits gerichtlich gegen den Entscheid der ICANN vorgegangen war und sich zwischenzeitlich die Kartellrechtsabteilung des US-Justizministeriums eingeschaltet hatte, hat im vergangenen Jahr auch die zweithöchstbietende Afilias (betreibt unter anderem die Registry für .info und .aero) juristische Schritte eingeleitet. In einem Schiedsverfahren soll nun geprüft werden, ob die ICANN bei der Vergabe von .web gegen eigene Statuten verstossen habe. Das zuständige Gericht wird voraussichtlich am 28. Januar 2019 entscheiden, ob es ICANN vorerst untersagt bleibt, mit der Einführung von .web fortzufahren.

Konzentration von .com, .net und .web: Fluch oder Segen?

.web gilt als aussichtsreichste Endung unter den neu eingeführten Top-Level-Domains. Und damit als grösster Konkurrent zur Endung .com. Nicht verwunderlich, dass sich Verisign, das Unternehmen hinter .com, also so stark um .web bemüht hatte.

Ob die Konzentration von .com, .net und .web auf eine Registrierungsstelle Fluch oder Segen für die Internet-Welt bedeuten wird, lässt sich bislang nur schwer abschätzen. Eines ist jedoch klar: Die Frage wird, trotz der anstehenden Entscheidung des Schiedsgerichts, wohl noch einige Zeit nicht geklärt werden können. Wir dürfen uns auf einen langjährigen rechtlichen Streit einstellen. Zumindest zum jetzigen Zeitpunkt ist die Einführung von .web nicht in naher Zukunft zu erwarten.

Das bewegte uns 2018

Es ist wieder soweit, das laufende Jahr nähert sich mit grossen Schritten seinem Ende. Wie immer zwischen den Feiertagen ist es damit auch Zeit für unseren fast schon traditionellen Jahresrückblick.

Rückblick 2018

2018 war für uns ein besonderes Jahr. Wir sind nicht nur ein weiteres Mal umgezogen und haben neue, grössere Büros bezogen – übrigens nur einen Steinwurf vom bisherigen Büro entfernt -, sondern hatten auch etwas zu feiern: Nämlich den 15. Geburtstag von cyon. Im sich ständig verändernden Internet wahrlich keine Selbstverständlichkeit, weshalb wir uns auch über die vielen positiven Rückmeldungen unserer Kunden sehr gefreut haben.

Aber natürlich haben wir auch weiter an unserem Ziel, das Internet zu einem besseren Ort zu machen, gefeilt. Aus Kundensicht gab es 2018 dadurch unter anderem die folgenden Highlights.

Die Highlights 2018

Ziemlich stolz sind wir ja auf unseren Website-Umzugsservice, den wir erst vor wenigen Wochen lanciert haben. Als Kunde fällt damit nämlich die Sorge über den Aufwand eines Umzugs von Website und E-Mail-Postfächern zu cyon komplett weg. Denn das erledigen wir jetzt nämlich für Sie als Kunde. Beim Abschluss eines neuen Webhostings sogar komplett kostenlos. Und: Die Restlaufzeit beim bisherigen Webhoster rechnen wir an – ohne Wenn und Aber. Damit gibt es eigentlich keinen Grund mehr, nicht zu cyon zu wechseln, oder?

Aber 2018 hatte noch viel mehr auf Lager. Beschäftigt hat uns etwa die Datenschutz-Grundverordnung der Europäischen Union, kurz DSGVO, die nicht nur uns, sondern auch unseren Kunden einige Mehrarbeit bescherte. Immerhin hatte sie den netten Nebeneffekt, dass damit Whois-Privacy für die meisten Domainnamen durch die Hintertür eingeführt wurde.

PHP 7.1 wurde zur neuen, voreingestellten PHP-Version auf unseren Servern, während PHP 7.3 bereits am Serverhorizont auftauchte. PHP 5.6 wiederum bewahrten wir vor dem Untergang und stellten sicher, dass die zwar beliebte, aber inzwischen halt doch in die Jahre gekommene Version der Skriptsprache noch bis Ende 2019 auf unseren Servern weiterfunktioniert.

Vorzüge des neuen Büros: Weihnachtsapéro mit Sicht über die Dächer von Basel.

Vorzüge des neuen Büros: Weihnachtsapéro mit Sicht über die Dächer von Basel.

Auf die Beine gestellt haben wir auch VUE Basel, ein Meetup, das sich mit dem clientseitigen JavaScript-Webframework Vue.js beschäftigt. Wer sich dafür interessiert, ist jederzeit eingeladen, beim nächsten Meetup dabeizusein. Und last but not least haben wir uns erneut auf die Suche nach zwei Lernenden gemacht, die mit uns ab 2019 daran arbeiten möchten, das Internet zu einem besseren Ort zu machen.

Das Jahr in Zahlen

Auch für 2018 haben wir wieder imposante Zahlen aus der Welt unserer Server zusammengetragen.

  • Der Datenverkehr auf unserem Netzwerk betrug 3,18 Petabyte. Das entspricht mehr als 4,7 Millionen CDs, die, aufeinandergestapelt, rund sieben Mal so hoch wie das derzeit höchste Gebäude der Welt, der Burj Khalifa in Dubai wären,

  • 2’000’000’000 Mal meldete sich E-Mail-Programme im vergangenen Jahr an unseren E-Mail-Servern an, das entspricht 65 Anmeldungen pro Sekunde,

  • Unser my.cyon verzeichnete 656’494 Logins,

  • während es 3’548’427 Anmeldungen am Webmail gab,

  • 647’000 Sicherheitslücken haben wir automatisch geschlossen und unsere Kunden damit vor Schlimmerem bewahrt,

  • 47’751 E-Mails und 18’751 Telefonanrufe beantwortet und unsere Kunden damit tatkräftig unterstützt,

  • Wir zählen Personen und Firmen aus 108 Ländern zu unseren Kunden,

  • 331 Kommentare haben Sie als Leser unseres Blogs hinterlassen, herzlichen Dank!

Wir sagen Danke

Zum Schluss ist es einmal mehr Zeit für einen Dank. Einen Dank für Ihr Vertrauen und Ihre Treue im vergangenen Jahr. Wir arbeiten jeden Tag aufs Neue und mit viel Herzblut daran, Ihnen das bestmögliche Produkt mit der bestmöglichen Betreuung anzubieten. Und wir freuen uns sehr, dass Sie auf dieser Reise mit uns dabei sind.

Kleine Verbesserungen der letzten Zeit: Einfacher Webhostings bestellen, Labels und Support-Code

Die Verwaltung Ihrer Website kann ganz schön komplex sein. Umso wichtiger, dass Sie Ihr Webhosting so komfortabel wie möglich verwalten können. Deshalb arbeiten wir konstant daran, Ihr Erlebnis mit unseren Werkzeugen noch besser zu machen. Heute stellen wir drei Verbesserungen vor, die wir kürzlich eingebaut haben.

Kleine Verbesserungen für my.cyon und Bestellvorgang.

Verbesserter Bestellvorgang: Keine Domain mehr nötig

Wenn Sie sich für ein neues Webhosting bei uns entscheiden, erhalten Sie ab sofort immer eine kostenlose Subdomain dazu. Ihr Webhosting ist damit sofort einsatzbereit, auch wenn Sie keine normalerweise kostenpflichtige Domain darauf zeigen lassen.

Das ist besonders nützlich, wenn Sie bereits ein Webhosting bei einem anderen Anbieter nutzen und zu cyon wechseln möchten. Bauen Sie Ihre Website parallel auf und ziehen Sie Ihre eigentliche Domain erst um, wenn Sie alles auf Herz und Niere getestet haben. Oder Sie nutzen gleich unseren praktischen Umzugsservice dafür.

Die Wahl dieser neuen kostenlosen Subdomain ist direkt in unseren Bestellvorgang integriert:

Individuelle cyon.site-Adresse für neue Webhostings.

Individuelle cyon.site-Adresse für neue Webhostings.

Selbstverständlich haben Sie weiterhin die Möglichkeit, im gleichen Zug weitere Domains zu registrieren oder zu transferieren. Und auch nach Bestellabschluss ist das Einrichten, Registrieren und Transferieren von Domains jederzeit möglich.

Sie besitzen schon länger ein Webhosting von cyon? Dann nutzen Sie möglicherweise eine .tld-Adresse als Platzhalter für Ihre Hauptdomain. Dieser sogenannte «TLD-Hack» gehört mit dem verbesserten Bestellvorgang definitiv der Vergangenheit an. cyon.site-Subdomains werden wir in Zukunft auch für bereits bestehende Webhosting-Accounts anbieten.

Labels: Mehr Ordnung in Ihrem my.cyon-Konto

Apropos neutrale Bezeichnungen: Ab sofort können Sie jedes Webhosting-Abo zusätzlich eindeutig benennen. Der gewählte Name steht Ihnen völlig frei, ist also unabhängig von irgendwelchen Abhängigkeiten zum Produkt und kann auch jederzeit wieder geändert werden.

Diese Labels sorgen damit vor allem bei Kunden, die gleich mehrere Webhostings betreiben, für eine bessere Übersicht und damit einer komfortableren Bedienung ihres my.cyon-Kontos.

Mit individuellen Namen die Übersicht über alle Webhostings behalten.

Support-Code: Aufträge automatisch verifiziert

Die dritte Neuerung für Ihr my.cyon-Konto betrifft den Kontakt mit unserem Support-Team. Sie möchten uns per E-Mail oder per Telefon einen Änderungsauftrag für eines Ihrer Produkte erteilen? Mit der neuen Funktion Support-Code authentifizieren wir Ihre Anfrage zuverlässig und auf sichere Weise. Und vor allem unkompliziert. Damit haben Sie die Gewissheit, dass wir Änderungswünsche für Ihre Produkte auch über jene Kanäle zuverlässig ausführen können, die bisher eine zusätzliche Verifikation benötigten.

Neue my.cyon-Funktion «Support-Code»

Neue my.cyon-Funktion «Support-Code»

Die Support-Code-Funktion sowie aktuelle Statusmeldungen zu unserer Infrastruktur, einen direkten Einstieg in unser Supportcenter und Kontaktmöglichkeiten finden Sie neu unter dem Menüpunkt «Support» in Ihrem my.cyon-Konto.

WordPress 5.0 – Das grösste Update seit Jahren ist da

WordPress 5.0 ist seit 6. Dezember 2018 erhältlich. Die neuste Version des beliebtesten Content-Management-Systems der Welt hat für ordentlich Aufruhr gesorgt. Grund dafür ist der neue, völlig überarbeitete Editor «Gutenberg». Wir zeigen, ob sich ein Update auf WordPress 5.0 jetzt schon lohnt und was Sie unternehmen können, wenn Sie lieber wie gehabt Inhalte für WordPress-
Websites erstellen.

WordPress 5.0 ist da

Blöcke soweit das Auge reicht

WordPress 5.0 steht ganz im Zeichen des komplett überarbeiteten Editors. Bis zur Veröffentlichung vergangene Woche war dieser unter dem Projektnamen «Gutenberg» bekannt. Jetzt spricht man nur noch vom «blockbasierten» Editor. Die neue Editor-Erfahrung soll möglichst bald zum Standard werden. Bei neuen WordPress-Nutzern dürfte dies schnell Anklang finden. Die Bedienung ist intuitiv und Inhalte sehen bereits im Backend praktisch so aus, wie sie im Frontend schlussendlich dargestellt werden.

In der WordPress-Community hat das Projekt Gutenberg und die Veröffentlichung der «Bebo» getauften Version allerdings für mächtig Wirbel gesorgt. Die Ankündigung am 4. Dezember 2018, WordPress 5.0 zwei Tage später veröffentlichen zu wollen, ist manchem Community-Mitglied sauer aufgestossen. In vielen Augen war Gutenberg noch nicht bereit, als Standardeditor eingeführt zu werden. Der Vorwurf wurde laut, das Veröffentlichungsdatum sei aus Prestigegründen so angesetzt worden, gerade noch rechtzeitig zur jährlichen Rede «State of the Word» von WordPress-Initiator Matt Mullenweg. Hersteller von beliebten Plugins wie Yoast warnten in eigenen Blogposts ihre Nutzer vor vorschnellen Updates.

Unsere Erfahrung mit Änderungen und Produktneuheiten zeigt: Die Suppe wird in aller Regel nicht so heiss gegessen, wie sie gekocht wird. WordPress 5.0 macht bislang den Anschein, diesem Sprichwort gerecht zu werden. Ob die etwas ruckhaft wirkende Entscheidung, WordPress 5.0 noch im Vorweihnachtsgeschäft zu veröffentlichen, richtig oder falsch war, wird sich aber erst in den nächsten Wochen zeigen.

Alles halb so wild

Wer noch nicht auf den neuen Editor umsteigen möchte, hat verschiedene Optionen. So werden auch ältere Versionen ab einschliesslich WordPress 3.7 weiterhin mit Sicherheits-Updates versorgt, ein sofortiger Umstieg auf WordPress 5.0 ist also aus sicherheitstechnischer Perspektive nicht dringend. Wer doch bereits in den Genuss der Vorteile von WordPress 5.0 kommen will, aber vorerst weiterhin das alte Editor-Erlebnis haben möchte, ist mit dem Plugin Classic-Editor gut bedient. Das Plugin wird mindestens bis ins Jahr 2022 offizielle Unterstützung erhalten.

Drum prüfe, wer sich bindet

Bevor Sie auf WordPress 5.0 aktualisieren: Testen Sie auf jeden Fall die Themes und Plugins, die auf Ihrer WordPress-Website zum Einsatz kommen. WordPress 5.0 ist das grundlegendste Update des CMS seit Jahren. Viele Themes und Plugins sind darum noch nicht vollständig kompatibel. Am besten testen Sie in einer Staging-Umgebung, ob Ihr WordPress-Setup bereit für den neuen Block-Editor ist.

One more thing

Ohne Zweifel: Der neue Editor spielt die Hauptrolle im WordPress-5.0-Blockbuster. Doch Projekt Gutenberg ist nicht die einzige Neuerung. Mit WordPress 5.0 hält nach zwei Jahren und Twenty Seventeen ein neues Standardtheme Einzug: Twenty Nineteen.

WordPress-Theme Twenty Nineteen

So sieht das neue Standardtheme aus.

Selbstverständlich ist das neueste Standardtheme für den neuen WordPress-Editor optimiert und lässt dessen Vorzüge so richtig zur Geltung kommen.

Twenty Nineteen im blockbasierten Editor

Twenty Nineteen ist selbstverständlich mit dem neuen WordPress-Editor kompatibel.

Haben Sie bereits auf WordPress 5.0 aktualisiert oder warten Sie noch ab? Verraten Sie uns Ihre Meinung in den Kommentaren.

Hackday: Sensoren für den Durchblick

Etwa zwei Mal pro Jahr veranstaltet unser Software-Engineering-Team einen internen Hackday und nimmt sich einen Tag Zeit, um sich gemeinsam neue Technologien anzusehen, an einem tollen Projekt zusammenzuarbeiten oder eben einfach einen Tag lang zu hacken. Dabei stehen Teamgeist, die Begeisterung für neue Technologien und Spass im Vordergrund, es kann allerdings durchaus vorkommen, dass an solchen Events tolle Projekte entstehen, die später tatsächlich «im realen cyon-Leben» genutzt werden.

Hackday: Sensoren für den Durchblick

Vergangene Woche fand ein solcher Hackday zum Thema IoT (Internet of Things) statt. Neben einer Menge Elektronik und Sensoren hatten die Organisatoren auch bereits eine lange Liste von Ideen mitgebracht, was am Hackday umgesetzt werden könnte. Die Grundidee: Im Büro vorhandene Geräte mit Sensoren «aufzubessern». Dazu teilten sich die «Hacker» in drei Teams auf.

Team 1: Kaffeekonsum

Eines der Teams widmete sich dem Lieblingsthema vieler, dem Kaffee. Mithilfe eines MyStrom-Adapters hat sich Team 1 einen Kaffeezähler gebaut. Dazu haben die Team-Mitglieder unsere Offline-Kaffemühle an den Adapter angeschlossen und eine Applikation entwickelt, welche über die HTTP-Schnittstelle des Adapters periodisch die elektrischen Lastspitzen ausliest. Wertet man die Dauer der Last und die konsumierte Leistung aus, kann festgestellt werden, ob sich der Kaffeeliebhaber gerade einen einfachen oder doppelten Kaffee zubereitet.

Über eine dazugehörige Web-Applikation kann die Statistik der konsumierten Menge Kaffee dann dargestellt und auch angezeigt werden, wann der letzte Kaffee getrunken wurde. Entwickelt wurde die Applikation (mit Ausnahme des Frontends, das mit Vue.js entwickelt wurde) mit der uns bisher unbekannten Programmiersprache Crystal. Ein Hackday bietet nämlich auch DIE Gelegenheit, sich auf spielerische Art neuen Sprachen zu nähern.

Das Video zeigt die Applikation während die Kaffeemühle betätigt wird.

Die Gruppe hat bereits weitere Anwendungsfälle im Hinterkopf, zum Beispiel im Zusammenspiel mit der Geschirrspülmaschine, bei der von aussen der Status nicht erkennbar ist. Mittels einer Hue-Lampe könnte der aktuelle Modus der Maschine angezeigt werden, etwa «rot» wenn die Maschine gerade läuft (und sich der Gang zur Maschine somit nicht lohnt), «gelb» wenn die Maschine ausgeräumt werden muss und «grün» wenn der Geschirrspüler darauf wartet, mit dreckigem Geschirr gefüllt zu werden.

Team 2: Slack-Integration für unsere Türklingel

Eine andere Gruppe hat sich unserer Türklingel gewidmet. Was, wenn es an der Tür klingelt? Aufmachen, logisch. Bloss: Was, wenn niemand das Klingeln hört? Mithilfe eines Sensors, den das Team an die LED der Klingel angelötet hat, kann nun erkannt werden, wenn die Türklingel betätigt wird. Über eine Slack-Integration meldet sich die Türklingel nun in ihrem eigenen Channel automatisch, wenn sich jemand an der Tür bemerkbar macht.

Die Türklingel meldet einen klingelnden Besucher.

Die Türklingel meldet einen klingelnden Besucher.

Team 3: Türsensor für den Getränkekühlschrank

Nebst Kaffee und Wasser stehen den cyon-Mitarbeitenden auch kostenlose Süssgetränke zur Verfügung. Das dritte Team, passenderweise inklusive unserem internen Getränkeverantwortlichen, wollte wissen, wann unser Getränkekühlschrank überhaupt benutzt wird, oder besser: Wann Getränke aus dem Kühlschrank konsumiert werden. Im Team kam zudem schnell die Idee auf, diesen Ansatz zu verfeinern und zusätzlich herauszufinden, welches Getränk aus dem Kühlschrank genommen wurde.

Mit einem Sensor, welcher registriert, wann die Kühlschranktür geöffnet (und wieder geschlossen) wird, war der erste Teil der Aufgabe ziemlich schnell gelöst. Um aber automatisiert zu registrieren, welche Flaschen entfernt wurden, war mehr Aufwand notwendig.

Die Kamera registriert das herausgenommene Getränk

Die Kamera registriert das herausgenommene Getränk.

Mithilfe einer auf einem Stativ stehenden Kamera wurden Bilder vor und nach der Entnahme gemacht und zu erkennen versucht, welche Flasche entfernt wurde. Mit Google AutoML hat Team 3 anschliessend einen Algorithmus trainiert, der die Flaschenerkennung automatisierte. Dafür mussten eine ganze Menge an Fotos der Flaschen gemacht und manuell klassifiziert werden.

Der Algorithmus wird mit einer Menge Fotos trainiert

Der Algorithmus wird mit einer Menge Fotos trainiert.

Auch dieses Vorhaben konnten unsere Hackday-Teilnehmer mit Erfolg abschliessen. Einzig das etwas aufwendige Kamerasetup müsste für einen dauerhaften Einsatz noch angepasst werden.

Die Animation zeigt, wie die «Flaschenerkennung» funktioniert.

Die Animation zeigt, wie die «Flaschenerkennung» funktioniert.